DER CAVA UND SEINE GESCHICHTE  
 
     
  Weinpressen  
     

Geschichte des CAVA Wein wird auf der iberischen Halbinsel schon seit Urzeiten angebaut. Schon die Phönizier und die Griechen tranken Weine von der iberischen Halbinsel, wobei sie als Seefahrer hauptsächlich die Küstenstreifen kannten, an denen sie erstmals Weinbau betrieben. Das Weinmuseum von Villafranca del Penedes zeigt viele Fundstücke aus der Römerzeit. Plinius der Ältere (23-79 n.Chr.) lobte die Weine aus dem heutigen Tarragona und Penedes.
 
Marcus Porcius, der Erbauer des Amphitheaters in Pompeji, besaß wie viele wohlhabende Römer ein Weingut im Penedes. Vom Hafen von Tarragona aus verschifften die Römer den Penedeswein, abgefüllt in Amphoren, auf den Seeweg in Richtung Italien. Zu Lande bauten die Römer die Via Augusta entlang der spanischen Küste, die zum bedeutenden Land-Transportweg wurde. Wein ist somit eines der ersten Exportprodukte Kataloniens gewesen.
Einige Jahrhunderte später beherrschten die Mauren den größten Teil Spaniens, doch hielten sie sich in Katalonien weniger lange als in den südlichen Landesteilen, aber immerhin 400 Jahre bis zur Mitte des 12. Jahrhunderts. In dieser Zeit war zwar Alkoholgenuß verboten, doch verschwand der Weinbau nie ganz. Auch in den folgenden Jahrhunderten war Kataloniens Weinbau durch viele negative Faktoren, unter anderem staatliche Handelsrestriktionen und viele Kriege und soziale Wirren beeinflußt. Erst im 18. Jahrhundert begann eine neue Aufstiegsphase. Im 19. Jahrhundert, als wegen der Reblausplage in Frankreich schon viele Weinberge verwüstet waren, spielte Katalonien eine wichtige Rolle als Weinlieferant. Man pflanzte einfache Rotweinsorten an, bis 1887 die Reblaus auch das Penedes erreichte. Nach der Reblausepidemie wandelte sich das Penedes von der Rotwein- zur Weißweinregion. In diese Zeit fällt auch der Aufstieg der Cavakellereien, die seitdem den Charakter der Penedesweine prägen. Schaumweine kennt man überhaupt erst seit etwa 350 Jahren.

Über die Herkunft der ersten schäumenden Weine gibt es viele Legenden, auch die des angeblichen Erfinders Dom Perignon gehört dazu. Richtig ist, daß erste Schaumweine unabsichtlich durch Nachgärung der damals nicht sauber filtrierten Weißweine entstanden. War die Flasche mit Kork gut verschlossen, so blieb die Kohlensäure in der Flasche. Die ältesten absichtlich erzeugten Schaumweine der Welt stammen vermutlich aus dem südwestfranzösischen Limoux, wo sie schon 1544 nachgewiesen wurden. Etwa um 1800 lernte man, die zweite Gärung durch Zusatz von Zucker zu stimulieren. Nach allen zugänglichen Dokumenten begann 1872 Manuel Raventos als erster mit der Produktion schäumender Weine nach der "Champagnermethode". Daneben gab es Pioniere wie die Familie Goulart, die ebenfalls mit schäumenden Weinen experimentierten. Aus der Aufbauarbeit von Raventos ging Codorniu hervor, eine der beiden großen Kellereien, die heute weit über 90 Prozent aller CAVAs produzieren. Der große Erfolg zeigte sich schon wenige Jahrzehnte später. Bald folgten Nachahmer.

Heute erzeugt im Penedes fast jedes Weingut CAVA. Die durchschnittliche Jahresproduktion liegt bei etwa 150 Millionen Flaschen. Getrunken wird er hauptsächlich in Katalonien. Im restlichen Spanien hat schäumender Wein vor allem zu Weihnachten einen Platz auf dem Speisetisch.
 
  DIE HERKUNFT DES CAVAS  
 
     
  Weinfass  
     

Die Herkunft des CAVAs, so wie man ihn heute kennt, ist eng mit der Stadt Sant Sadurní d´Anoia und der groBen Winzertradition seiner Einwohner verbunden.
Im 19. Jahrhundert gab es mehrere Familien in der Stadt, die eng mit der "Renaixença catalana" (Katalanischen Renaissance) verbunden waren und die die Herstellungstechniken der französischen Schaumweine Kannten, besonders die der Gegend Champagne.
 
Sie beschlossen deshalb, den richtigen Anbau für dieses Gebiet sowie die Methoden, die zu befolgen waren, zu erforschen, um einen Wein zu erzeugen, der sich den ausgezeichneten und hervorragenden Charakterzügen der Trauben dieser Gegend anpasste.

Josep Raventós i Fatjó (1825-1885) aus dem historischen Haus Codorníu -seit dem 16. Jahrhundert dem Weinbau gewidmet- unternahm Versuche in seinem eigenen WeinKeller, die 1872 den Höpepunkt erreichten als er drei tausend Flaschen abfüllte und somit den charakteristichen Vorgang des Gärungsprozesses der Schaumweine einleitete.

Der CAVA, geboren Ende des 19. Jahrhunderts, eroberte erst in den goldenen 20er Jahren seinen festen Platz auf dem spanischen Markt. Seine Hersteller überstanden, nicht ohne Trauma, die MiBgeschicke des Bürgerkrieges und die schwere und entbehrsame Nachkriegszeit. Hartnäckig und pausenlos entwickelten sie diese Industrie weiter und erreichten somit ab den 60er Jahren ein enormes Wachstum auf dem nationalen Markt.

In den 80er Jahren gewann der CAVA, verbunden mit einem spektakulären Absatz, an Popularität und Prestige: die gerechtfertigte Belohnung für den auBerordentlichen Einsatz der führenden Firmen auf dem Sektor.
 
  CAVA: BRUT, BRUT NATURE UND EXTRA BRUT  
 
     
  Mestres  
     
 

Der Großteil der zig-Millionen Flaschen wird in Sant Sadurni d`Anoia erzeugt, wo die ganz großen Sektkeller zu finden sind. Die D.O. Cava erstreckt sich über mehrere Provinzen, aber 95 % werden im Penedés nach dem traditionellen Verfahren in der Flasche vergoren.
Der Großteil der CAVA wird aus drei lokalen Rebsorten, der Xarello, verantwortlich für Farbe, Alkohol und Säure, der Macabeo, Lieferant des fruchtigen Aromas und der Finesse der Parellada gewonnen. CAVAs gibt es in den Ausprägungen Brut, Brut Nature und Extra Brut.
 
  CAVA, EINE WORTKREATION  
 
     
  Cantares  
     
 


CAVA , eine Wortkreation, die gefunden werden musste, nachdem der Begriff "Champán" nicht mehr zulässig war, hat sich inzwischen in Spanien voll durchgesetzt.

Nur Schaumweine, die in den bestimmten Ursprungsgebieten nach dem klassischen Verfahren der Flaschengärung gewonnen wurden, dürfen sich CAVA nennen.

 

 
  MASCARO'  
 
     
  Maskaro  
     
 

Die Familie Mascaró zählt mit ca. 400.000 produzierten Flaschen CAVA pro 
Jahr eher zu den kleineren Sekterzeugern.

Wir haben uns für den Brut entschieden, mit 9 Gramm Restzucker angenehm
zu trinken, faszinierend das feine Mousseu, das die Frucht elegant unterstreicht.
Ein idealer Begleiter zu hellem Fleisch oder Fisch oder auch "solo" ohne Essen
zu genießen.
 
  INFORMATION  
 
     
   
     
 
     
   
     
 

Aktualisiert:01.05.20006

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